Steine als Bildungsgegenstand

Ein Film von Prof. Dr. M.-A. Bäuml-Roßnagl und S. Niedermaier
in Kooperation mit Kollegen und Studierenden der LMU München

Eine sinnvolle Lehrerbildung erfordert nicht nur im Blick auf die Schulpraxis, sondern auch aus hochschuldidaktischer Sicht eine dialogische Methodik; diese wird in diesem Lehrfilm für Studierende, Hochschuldozenten und die Lehrkräfte in der Schulpraxis exemplarisch diskutiert und veranschaulicht.

Interdisziplinäre Vernetzung in der Lehrerausbildung (Phase I - Phase II - Phase III)
Projekt zur disziplinübergreifenden Theoriebildung in der Hochschullehre und in der Grundschuldidaktik als langjähriger Schwerpunkt meiner Lehre-Forschungs-Koordination

Hochschuldidaktische Intentionen des Lehrfilmes
STEINE ALS BILDUNGSGEGENSTAND (2004)

  • fachwissenschaftliche und bildungsintegrative Kenntnisgewinnung unter Bezugnahme auf fachspezifische Studienanteile im interdisziplinären Diskurs mit Kolleginnen und Kollegen aus der Fachdidaktik und anthropologischen Bezugswissenschaften
  • Reflexion und Konzeptualisierung der interdisziplinären Forschungsproblematik bezüglich Inhalt und Methodik für eine grundschulspezifische Theoriebildungsdiskursive
  • Auseinandersetzung mit interdisziplinären Wissensbeständen und Forschungsstrategien im Fokus der bildungsdidaktischen Problemstellung für eine ganzheitliche Bildungsarbeit in der Grundschule ( Sachunterricht, Ethikunterricht, Persönlichkeitsbildung von Grundschülern und Grundschullehrkräften)

Im interdisziplinären Diskurs und durch die phänomenologische Methode
wird amThema Steine als Bildungsgegenstand ein intersubjektives Sachverständnis verdeutlicht,
das für die Lehrerbildung in der Universität und für die Schulpraxis handlungsleitend ist.

"Die phänomenologische Art zu denken thematisiert die Vielgestaltigkeit und Mehrdeutigkeit der menschlichen Erfahrungswelt. Ziel der Denkbemühungen ist die Lebenspraxis.
Der Weg der Erkenntnissuche erlaubt subjektive Expressivität und leibsinnliche Exploration." (Bäuml-Roßnagl 2000)


Steine sind ein universaler Bildungsgegenstand. Steinphänomene sind interdisziplinär zu erklären.
Die Vernetzung mehrperspektivischer Sichtweisen auf die "Sache Stein"
ist das konzeptionelle Anliegen dieses Lehrfilmes zum Thema Steine.

Steine wandern durch viele Welten.
Die Weisen erblicken in ihnen Unendlichkeit.
Kinder sind fasziniert von Steingestalten
Steine sprechen ohne Worte
Und doch verstehen Menschen in allen Kulturen die Sprache der Steine.
Wenn Kinder Steine erkunden, begegnen sie dem "Weltding Stein" und deuten an Steinen ihre eigene Welt
.

"Steine sind stumme Lehrer;
sie machen den Beobachter stumm,
und das Beste,
was man von ihnen lernt,
ist nicht mitzuteilen.“

J. W. v. Goethe
Dieser bildungsdidaktische Lehrfilm wurde im Rahmen der universitären Lehrerbildung in Zusammenarbeit mit Studierenden und in Koordination mit der Schulpraxis entwickelt.
Handlungsleitend für die Filmgestaltung war die interdisziplinäre Sachunterrichtskonzeption von Prof. Dr. M.-A. Bäuml-Roßnagl, welche exemplarisch am Thema "Steine als Bildungsgegenstand" verdeutlicht wird
.

Zu diesem integralen bildungstheoretischen Ansatz werden in diesem Film insbesondere die Fachperspektiven "Philosophie/Ethik" (Dr. H. Huber) und "Kunstpädagogik" (L.Schleicher) erläuternd herangezogen. Dadurch wird die bildungsdidaktische Reflexion für die Lehre und die Forschung im Lehramts- und Schulfach "Sachunterricht" ebenso angeregt wie ein interdisziplinärer Diskurs zu einem reduzierten Sach- und Wissenschaftsverständnis.

Filmteil A: Steinphänomene in interdisziplinärer Perspektive
  • Individuelle Steinerfahrungen
  • Kindheitserlebnisse mit Steinen
  • Steinerkundung mit allen Sinnen
  • Subjektive Faszination der Edelsteine
  • Individuelle Lebensdeutung an Steinen
  • Die „Sache Stein“ didaktisch erkunden und wissenschaftlich erklären
  • Steine als „Anderes zu mir“ wahrnehmen
  • Den Anspruch und Zuspruch der Dinge am Phänomen Stein erleben
  • Sich in die Welt-Dinge einfühlen – das „FÜHL-DENKEN“ lernen
  • Die Dialektik von Einheit und Vielheit erfahren und erkennen
  • Dingwelt-Deutung in subjektiver Relativität und interkultureller Pluralität
  • Verhältnis Mensch-Stein erleben beim ästhetischen Gestalten

Filmteil B: Szenen zur Schulpraxis

  • Sinnespädagogische Unterrichtsgestaltung mit Steinen
  • Ganzheitliche Steinerlebnisse ermöglichen
  • Sinnfragen an Steinen gemeinsam stellen
  • Problematische Steinerfahrungen besprechen und deuten
  • Steine als heimatliche Denkmäler
  • Steine als kulturelle Datenträger
  • Steine als spirituelle Symbole
  • Steine als Denk-Anstoß
  • Steinerfahrungen sprachlich mitteilen
  • Steinerlebnisse ästhetisch ausdrücken
  • Steine als kinderpsychologisches Gesprächsmotiv pädagogisch auswerten
  • Steindeutung in kosmologischer Perspektive
  • Lehrplanbezug und übergreifende Bildungsdimensionen

Eine Produktion der Einrichtung:
Unterrichtsmitschau und didaktische Forschung
Department für Pädagogik und Rehabilitation an der LMU München

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DVD oder VHS-PAL (Teil A 30 Minuten, Teil B 45 Minuten)

Stand 15.11.2020